ANTHROPOSOPHISCHE MEDIZIN: GESUNDHEITSPOLITISCHE PERSPEKTIVEN

Die gesundheitspolitischen Perspektiven der Anthroposophischen Medizin betreffen die Arbeitsfelder:

Förderung der primären Prävention durch Unterstützung altersentsprechender Erziehungsprogramme und entwicklungsorientientierter Einrichtungen ür alle Altersstufen. IASWCE, Alliance for Childhood, ECCE, Bund der Waldorfschulen, IPSUM, Erziehungskunst.

Einsatz für eine bedarfsgerechte ambulante und klinische Versorgung, die die Methoden der Anthroposophischen Medizin und der Komplementärmedizin einschliesst und das Patientenrecht auf Therapiefreiheit wahr macht.
Aktive Zusammenarbeit mit Vertretern des öffentlichen Gesundheitswesens. Kommission C, Dialogforum Pluralismus in der Medizin, Hufelandgesellschaft, EFNMU u.a.
Internationales Engagement in Brüssel und weltweit insbesondere durch die IVAA und ihre Kooperationspartner, wie ECHAMP, EFPAM, ECPM, CAMDOC Alliance, ELIANT.

Die Ziele sind: Methodenpluralismus, Therapiefreiheit, Patientenkompetenz (anthrosana.ch, anthrosana.sp, gesundheitaktiv-heilkunst.de u.a.) und ein salutogenetisch orientiertes öffentliches Gesundheitswesen. Insbesondere gilt es sicher zu stellen, dass Evaluationsmethoden für Unbedenklichkeit, Sicherheit und Wirksamkeit anthroposophischer Heilmittel und Therapien Gültigkeit bekommen, die auf methodenimmanenten  Kriterien beruhen. Derzeit werden die komplementärmedizinischen Verfahren nach dem Modell der Schulmedizin evaluiert, was weder methodisch, noch finanziell angemessen ist. Daher engagiert sich die IVAA im Kontext der EU-Rahmenprogramme für komplementärmedizinische Forschung.

Die rechtliche Verankerung der anthroposophischen Medizin in den nationalen Gesundheitssystemen variiert von Land zu Land. In der Schweiz sind anthroposophische Arzneimittel auf einer Spezialitätenliste vermerkt. In Deutschland ist die anthroposophische Medizin als eine von drei besonderen Therapierichtungen durch das Arzneimittelgesetz (AMG) anerkannt – neben der Homöopathie und der Phytotherapie.
In Österreich verlieh die österreichische Ärztekammer (nach vielen Interventionen von seiten der Arbeitsgemeinschaft Anthroposophischer Ärzte Österreichs) im November 2000 der Anthroposophischen Medizin die Anerkennung als komplementärmedizinische Methode mit dem Diplom der österreichischen Ärztekammer für komplementäre Medizin.

Aktuelles